MIGOEK - Migrantische Ökonomie für ländliche Kommunen

Das Projekt „MIGOEK - Migrantische Ökonomie für ländliche Kommunen“ geht in die zweite Phase. Im ersten Schritt waren Regionalanalysen in den beteiligten Landkreisen Cloppenburg, Holzminden und Werra-Meißner durchgeführt und in Auftaktveranstaltungen vorgestellt worden. Jetzt sollen Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund befragt werden. Dabei geht es neben der Identifizierung von Hürden vor allem darum, Erfolgsfaktoren herauszufinden und nicht zuletzt Gründungswilligen gute Beispiele zu präsentieren. Zudem sind unterschiedliche Veranstaltungsformate geplant. 

Vorgesehen sind Informationsveranstaltungen in den jeweiligen Regionen, die Multiplikator/inn/en, das heißt, Migrant/inn/enorganisationen, mit der Integrationsförderung befasste Personen sowie wichtige Netzwerker/innen über die Möglichkeiten von Gründungsberatung informieren. Darauf aufbauend sollen in enger Zusammenarbeit mit den Gründungs-berater/inne/n der Wirtschaftsförderungen Informationsveranstaltungen für potenzielle Gründer/innen mit Migrationshintergrund abgehalten werden, welche über die Rahmenbedingungen von Gründungen in Deutschland informieren.

Migrantische Unternehmen und Gründungen werden in ländlichen Regionen kaum wahrgenommen, dabei stellen sie wichtige Potenziale für die Entwicklung der Innenstädte, für die Integration, für die Aufrechterhaltung der Versorgung, für die Nachfolge bestehender Unternehmen und für viele weitere Bereiche dar. Zudem sind in den nächsten Jahren vermehrt Existenzgründungen von Geflüchteten zu erwarten. Ziel des Projekts „MIGOEK – Migrantische Ökonomie für ländliche Kommunen“ ist es deshalb, Gründer/inne/n sowie Unternehmer/inne/n mit Migrationshintergrund eine adäquate Ansprache, Beratung und Unterstützung zu bieten. Ein weiteres Ziel ist, durch Beratung und Workshops die interkulturelle Öffnung und Kompetenz von Verwaltung und Wirtschaftsorganisationen zu steigern.

Das Verbundprojekt wird in Zusammenarbeit der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen mit den Landkreisen Cloppenburg, Holzminden und dem Werra-Meißner-Kreis durchgeführt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben im Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA), Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ seit dem 1. April 2017 für insgesamt drei Jahre mit rund 450.000 Euro. Die Projektarbeit wird im Werra-Meißner-Kreis von Sarah Metz durchgeführt. Die Projektleitung an der HAWK nehmen Prof. Dr. Jörg Lahner und Prof. Dr. Leonie Wagner wahr, Projektkoordinatorin ist Dr. Anke Kaschlik. Die Projektbetreuung in den weiteren Landkreisen übernehmen Julia Yildiz (Landkreis Holzminden) und Lukas Thöle (Landkreis Cloppenburg).


Weitere Informationen zum Projekt:

Sarah Metz
Projektbetreuerin für den Werra-Meißner-Kreis

Zentrum der Wirtschaft, Niederhoner Str. 54, 37269 Eschwege,
Tel. 05651 992336

sarah.metz@hawk.de


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